Die kalten Tage sind vorbei, der Frühling naht. Zwar bewegten sich die Temperaturen in diesem Jahr nicht sehr häufig im Minusbereich, doch bereits Werte um den Gefrierpunkt können für Möbel oder Gartenhäuser aus Holz eine Belastung darstellen. Auch ständige Temperaturschwankungen gehen nicht spurlos an Naturwerkstoffen vorüber. Und nicht zuletzt können die hier und dort recht heftigen Herbststürme ebenfalls für kleinere oder größere Schäden gesorgt haben.

Es empfiehlt sich somit, die ersten wärmeren Tage für einen kleinen Inspektionsrundgang zu nutzen und die unschönen Spuren der kalten Jahreszeit – wo nötig – zu beseitigen. Außerdem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich Gedanken über einen Schutz vor Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Schädlingen für die Sommersaison zu machen.

Im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen und wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen sollten.

 

Schritt 1: Die Bestandsaufnahme

Als ersten Schritt sollten Sie den aktuellen Zustand Ihres Gartenhauses ermitteln. Befreien Sie das Holz-Haus von allen Gerätschaften und Regalen, damit Sie in jeden Winkel blicken können. Entfernen Sie groben Schmutz, denn dieser könnte möglicherweise vorhandene Mängel verdecken. Je nachdem, in welchem Zustand sich Ihr Gartenhaus zeigt, entscheiden Sie sodann, welche Bereiche oder Teile repariert bzw. erneuert werden müssen.

Tipp: Manchmal kommt im Frühling die Idee auf, gleich ein ganz neues Gartenhaus anzuschaffen. Bedenken Sie hierbei aber, dass der Bau in vielen Fällen genehmigungspflichtig sein kann. Solche Anträge sind oft mit viel bürokratischem Aufwand verbunden und nicht immer erfolgreich. Mit einer guten Renovierung kommen Sie daher nicht selten schneller zum Ziel.

 

Schritt 2: Die Vorbereitung

Für Arbeiten an Wänden, Decken oder Fußböden ist es wichtig, eine glatte Oberfläche zu schaffen. Dies gilt im Innenbereich genauso wie für die Holz-Fassade. Glatte Oberflächen sind eine gute Grundlage für jede Renovierungsmaßnahme. Entfernen Sie daher – sofern nicht bereits bei der Begutachtung geschehen – zunächst gröberen Schmutz, Spinnenweben und Staubanhaftungen mit einem Handfeger oder Besen. Stärkere Unebenheiten oder Einkerbungen bessern Sie mit Ausgleichmasse wie Holzkitt aus. Unter Benutzung eines sogenannten Deltaschleifers lassen sich dann hartnäckige Schmutzreste oder alte Lasuren mühelos von der Fassade entfernen. Sollten Sie keinen solchen Schleifer zur Hand haben, können Sie auch grobe Schmirgelschwämme oder Schleifpapier verwenden.

 

Schritt 3: Grundierung und Imprägnierung

Sofern das vorhandene Holz bislang unbehandelt war, sollte es für einen zukünftigen Schutz unbedingt mit einer entsprechenden Imprägnierung versehen werden. So wird das Material vor Witterungseinflüssen geschützt und bietet die idealen Voraussetzungen für nachfolgende Lackierungen oder Lasuren.

 

Schritt 4: Der neue Anstrich

Wie soll der neue Anstrich Ihres Gartenhauses erfolgen: mit Lasur, Öl oder Lack? Jedes Produkt weist unterschiedliche Eigenschaften auf und ist nicht für alle Hölzer gleichermaßen gut geeignet. Während Lasur und Öl zumeist transparent bzw. schwach-pigmentiert sind und die natürliche Farbe sowie die Maserung des Holzes bewahren, überdeckt Lack die Maserung. Ein hoher UV-Schutz ist ebenfalls ein Vorteil von Holzlacken. Allerdings verbindet sich Lack nur oberflächlich mit dem Holz. Kommt es zu Beschädigungen, gelangen Feuchtigkeit und Schmutz erneut ins Holz. Je nach Zustand der Lackierung ist ein Neuanstrich dann alle drei bis vier Jahre erforderlich.

Lasuren sind für Weichhölzer wie Weide und Linde sowie für praktisch sämtliche Nadelhölzer geeignet. Eine Erneuerung des Anstrichs wird hier alle zwei bis drei Jahre fällig. Beachten Sie aber bitte: Flächen, die einmal lasiert wurden, sind später nur sehr schwer wieder aufzuhellen! Beginnen Sie daher lieber zunächst mit helleren Farbtönen.

Öl trocknet recht schnell, ist pflegend und kann sehr gut vor Witterungseinflüssen schützen. Es ist ideal geeignet für Hartholz wie Lärche oder Teak. Da Hart-Öle jedoch als umweltschädlich und gesundheitsgefährdend gelten, sollte eine Benutzung am Gartenhaus gut überlegt werden.

 

Schritt 5: Das Streichen

Wenn Sie Ihr Holz-Gartenhaus streichen, verwenden Sie am besten eine Schaumstoffrolle oder einen ausreichend breiten Flachpinsel, der weiche Borsten besitzt. Streichen Sie immer in Richtung der Holz-Maserung. Achten Sie zudem darauf, dass alle Fugen gründlich gestrichen werden. Wiederholen Sie den Anstrich nach der Trocknung erneut. An Wetterseiten empfehlen wir noch einen dritten Anstrich.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Gartenhausrenovierung oder benötigen Hilfe? Gern stehen wir Ihnen zur Seite und helfen Ihnen bei Arbeiten in Ihrem Garten weiter.

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