Wer kennt sie nicht: Verfärbte und verschmutzte Fugen im Badezimmer. Sie sind oft nur unter immensem Kraftaufwand zu reinigen und bleiben trotzdem häufig unansehnlich. Ein solcher Raum ist meilenweit davon entfernt, eine Wohlfühloase zu sein! Wie gut, dass dieses Ärgernis ein für allemal der Vergangenheit angehören kann und Sie sich leicht ein optisch wie funktional ansprechendes Bad schaffen können. Mit fugenlosen Wänden und Böden ist das kinderleicht. Wie Sie bereits aus dem ersten Teil dieser kleinen Artikelserie wissen, senken Sie den Pflegeaufwand erheblich, setzen optisch völlig neue Akzente und können beim Bad renovieren sogar für Barrierefreiheit sorgen. Heute zeigen wir Ihnen, welche Materialien und Möglichkeiten es gibt.

 

Optimaler Feuchtigkeitsschutz: Steinspachtel

Fugenlos ist nicht gleich fugenlos, denn es gibt viele unterschiedliche Methoden, Materialien und Techniken. So zum Beispiel Steinspachtel. Steinspachtel besteht aus natürlichen Materialien in unterschiedlicher Körnung, die mit Harz gebunden werden. Er ist atmungsaktiv und verträgt Feuchtigkeit optimal – eine Eigenschaft, die in Bädern unverzichtbar ist! Dank der vielseitigen farblichen Gestaltungspalette lassen sich fast alle individuellen Wünsche realisieren. Feine Strukturen und Farbpigmente erzeugen eine lebendige Ausstrahlung. Wird Steinspachtel aufgetragen, geschieht dies wie bei normalem Verputzen. Der Vorteil: Vorhandene alte Fliesen müssen nicht zwangsläufig entfernt werden, sondern können darunter bleiben. Wenn Sie Ihr Bad renovieren und auf Steinspachtel setzen, entfällt somit die sonst übliche Staub- und Schmutzbelastung. Außerdem sparen Sie dank der nicht erforderlichen Stemmarbeiten viel Geld. Die durchschnittlichen Materialkosten betragen bei Steinspachtel rund 16 bis 17 EUR pro m². Diese Angaben variieren natürlich je nach Qualität des Materials sowie nach individuellem Arbeitsaufwand, nach Region, dem ausführenden Fachbetrieb und der Größe des Bades.

Wichtiger Hinweis: Die Anbringung von Steinspachtel erfordert Geschick und Erfahrung. Lassen Sie hier lieber den Fachmann ran!

 

Natürliche Methode: Kalkputz

Eine weitere Möglichkeit, Ihr Bad zu renovieren und dabei fugenlose Wände und Böden zu schaffen, ist die Kalkputzmethode. Sie ist ein 100%iges Naturprodukt und hat sich seit vielen Jahrhunderten bewährt. Zu den Vorteilen zählen ihre atmungsaktiven, feuchtigkeitsbindenden und zugleich feuchtigkeitsabgebenden Eigenschaften. Zudem ist das Material antibakteriell, geruchsbindend und kann eingefärbt werden. Es lässt sich in unterschiedlicher Konsistenz verarbeiten und wirkt desinfizierend. Diffusionsoffener Muschelkalkputz ist sehr verbreitet und funktioniert grundsätzlich wie Steinspachtel. Er wird auf dem vorbereiteten Untergrund in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und anschließend mit einem harten, glatten Stein poliert. Sodann erfolgt die Verdichtung und anschließend wird die Oberfläche mit Glätteseife aus Olivenöl überzogen. Dies macht das Material wasserabweisend und unempfindlich gegen jede Verschmutzung.

Nachteil der Kalkputzmethode: Sie ist sehr zeitintensiv und erfordert regelmäßige Pflege mit spezieller Seife. Wenn Sie das Bad renovieren und in Eigenregie diese Variante wählen, müssen Sie mit Quadratmeterpreisen von ca. 20 EUR zuzüglich rund 100 EUR für Polierstein, Olivenseife und Glättspachtel rechnen. Lassen Sie das Bad renovieren und beauftragen Experten mit der Ausführung der Kalkputzmethode, kommt noch der hohe Arbeitsaufwand dazu.

 

Kunstharz

Kunstharz lässt sich (ein guter Untergrund vorausgesetzt!) ebenfalls auf bereits vorhandene Fliesen auftragen. Wird beim Bad renovieren hier die richtige Versiegelung gewählt, ist ein Kunstharzboden wasser- und rutschfest. Hinzu kommen hygienische und pflegeleichte Eigenschaften. Neben dem Einsatz auf Böden kann Kunstharz auch für die Wandgestaltung verwendet werden; das Material bietet einen fugenlosen und nahtlosen Anschluss an andere Bauteile. Da der Werkstoff in der Verarbeitung sehr anspruchsvoll ist, sollte unbedingt ein Fachbetrieb den Auftrag übernehmen. Möchten Sie Ihr Bad selbst renovieren und Kunstharz einsetzen, liegen die Materialkosten etwa so hoch wie bei den bisher genannten Materialien.

 

Edle Optik: Beton Ciré

Beton Ciré (übersetzt: „gewachster Beton“) ist ein spezieller polymermodifizierter Feinputz, der meist in 2 Arbeitsgängen auf praktisch allen festen Untergründen aufgetragen werden kann. In Abhängigkeit von Kellenschlag, Anschliff und Versiegelung lässt sich mit ihm beim Bad renovieren eine seidenmatte bis seidenglänzende Oberfläche in edler Sichtbetonoptik schaffen. Die Oberfläche ist nach der Versiegelung völlig wasserfest. Beim Beton Ciré besteht die Basis aus Zement, Kunstharz sowie aus besonderen Füllstoffen und aus Sand. Durch Hinzufügen von Pigmenten sind beliebige Farben möglich. Es entsteht eine moderne und industriell inspirierte Optik. Die Materialkosten belaufen sich auf ca. 25 EUR pro m² (in Eigenregie). Bei Ausführung durch Profis liegen die Kosten deutlich höher.

 

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